Spaß muss sein
Skurriles Massenphänomen
"Ich appelliere dringend an alle Bürger, die auf Bahnschienen planken, sofort damit aufzuhören!", Julia Gillard.
Ja, gut, aber was ist mit Hubschrauberflügeln, auf Ästen in Baumkronen, auf Polizeiwagendächern und ähnliche feine Orte.
Worum geht´s?
Obwohl originär aus Großbritannien ist Planking, das stocksteife Liegen, Kopf nach unten mit eng an der Körper geschmiegten Armen, an allen möglichen - und auch verbotenen Orten - schon eine Massenbewergung geworden.
Nicht nur Jugendliche sondern auch Hausfrauen, Sportler und TV-Moderatoren sind mit von der Partie.
Allein die Planking-Gruppe in Brisbane zählt über 2500 Mitglieder. Hier gab´s auch den ersten Todesfall, als ein angetrunkener Jugendlicher glaubte, auf einem Balkongeländer des siebten Stocks eines Hauses planken zu müssen. Ironie der Geschichte: Es geht darum, sich so gerade ausgestreckt und starr hinzulegen, als ob eine Leichenstarre eingesetzt hätte.
Den Reiz des Plankings sieht ein Soziologe der Uni Queensland darin, dass irgendeiner mit einer verrückten Idee kommt, die eigentlich alle in zig Spielarten abwandeln können. Darin liege der Reiz und die Herausforderung.
Wann wird diese Welle abebben? Wird sie abebben?
Wer entsinnt sich noch ans Streaking, eine ebenfalls reizvolle Freizeitbeschäftigung, bei uns als Flitzen bekannt? Leider ist das fast eingeschlafen ...





