Fliegende Hunde haben in sich ...

Aufgepasst bei Flughunden, denn in einer Kolonie der Tierchen im Yarra Bend Park bei Melbourne wurde wieder mal das Lyssavirus nachgewiesen.
Wer Kontakt mit einem der Tierchen hat, kann sich eine Tollwutinfektion an den Hals ziehen.
In Erscheinung tritt das Virus immer wieder mal seit 1996. So wurde es dieses Jahr auch im Mai in Bairnsdale, Victoria nachgewiesen und zuvor in Queensland im Nordosten des Landes bei Flughunden und Fledermäusen, die Menschen gebissen oder gekratzt hatten.

Das Lyssavirus ist mit dem hierzulande bekannten Tollwutvirus verwandt und tritt vorwiegend bei Flughunden in den tropischen und subtropischen Regionen des Landes auf, wo sie meist Wälder sowie Sumpf- und Mangrovengebiete besiedeln, auch Nationalparks und größere Gärten.
Das Ansteckungsrisiko ist gering, jedoch ist jeder Kontakt zu meiden.

Während normale Tiere scheu sind, werden kranke Tiere jedoch aggressiv wie bei uns tollwütige Füchse auch und beißen unversehens zu. Auch tote Tiere dürfen nicht berührt werden. Wer auch nur den kleinsten Kratzer abbekommt, muss umgehend geimpft werden, andernfall kann man ein bis drei Monate später schwer erkranken.
Die Inkubationszeit kann sich sogar über Jahre erstrecken. Schließlich stellen sich Schmerzen und ein Kribbeln an der Bissstelle ein, gefolgt von Krämpfen und Lähmungen, und die Geschichte endet binnen weniger Tage mit dem Exitus. Voilà - so spielt das Leben.

Tag: