Lebensart der Australier

Unterschiede zum deutschen Leben

Was fällt auf in punkto Sitten und Gebräuche?
"Die" Australier und ihr "Barbie" (Barbecue), glücklich mit sich und einem dickem Steak auf dem Grill!
Dazu ein im "Esky" gekühltes Bier – eins, oder zwei, oder drei, oder … viele!
In gemeinsamer Runde mit Freunden ein Sportmatch (bevorzugt Rugby, Footie, Cricket oder Soccer) verfolgen und kommentieren!
On the Move – Campen und Caravaning anscheinend als Ausdruck der nationalen Nomadenbewegung.
Ein Land der Schilder: Achtung Kinder, Rentner, Skateboarder, Känguruhs, Rinder, Schafe, ... bis hin zu "Kinder unter 9 Jahren dürfen die Toiletten nur in Begleitung eines Erwachsenen betreten". Wieso das?

Wie hast Du die kulturellen Unterschiede empfunden?
Auffallend ist die Unkompliziertheit, die andere Lebenseinstellung.
Hier geht´s zum Verhalten der Menschen, zu Gastfreundschaft, Menschen, Mentalität und Charakter.
Arbeitsmentalität: Hier geht´s zu Erfahrungen mit Gastgebern , Arbeitsstellen und Farmen

Was ist anders, als gewohnt? / Fettnäpfchen, Missverständnisse
Wer nicht bereits instruiert ist, dem kann es anfangs durchaus passieren, in eine Bar reinzumarschieren, es sich am Tisch gemütlich zu machen und zu warten … und warten … und warten … auf dass der Kellner erscheine, um die Bestellung aufzunehmen. Da kann man in manchen Lokalen aber durchaus länger warten, bis gar zum "Und wenn sie nicht gestorben sind, ..., weil es in der Tat üblich ist, sich die Getränke am Tresen abzuholen.
So ähnlich ist das auch mit dem "BYO" (Bring your own), bei dem alkoholische Getränke selbstverständlicherweise gegen eine geringe "Entkorkungs- oder sonstige Gebühr" in Restaurants mitgebracht werden können.
Witzigerweise funktioniert dieses BYO-Prinzip denn auch bei privaten Einladungen. Statt Blumen oder Pralinen werden Bier, Wein oder sonstige Spirituosen mitgebracht. Doch mit dem kleinen (aber feinen) Unterschied zu anderen Gastgeschenken, dass die Getränke zum Eigenverzehr gedacht sind und die unverbrauchten Reste wieder mit nach Hause genommen werden. Seltsames Verständnis von Gastgeschenk für uns, aber dafür so wunderbar unkompliziert.

Genauso unkompliziert wie die Geschichte mit den Einladungen. Während in einem Haushalt bei uns eine Einladung in der Regel nur dann ausgesprochen wird, wenn hundertprozentig sicher ist, dass der Kühlschrank an Essbarem nur so überquillt und das Vier-Gang-Menü quasi schon fertig auf dem Tisch steht, wird in Australien einfach so eingeladen, ohne große Umstände, ohne großen Aufwand. Und vor allem ohne hohe Erwartungshaltungen. Das kann denn auch heißen, dass man sich seine Barbecue-Zutaten einfach selber mitbringt.

Rund um Essen, Trinken und Feiern

Wie steht´s mit Essen und Trinken?
"Rind, Rind, Rind ist alles was ich habe. Rind, Rind, Rind ist alles, was ich mag ..."
Da kann man noch so schönschreiberisch veranlagt sein und sich als Vegetarier noch so futuristisch-visionär eine Gemüse-dominierte Ernährungsweise erhoffen – Tatsache ist und bleibt, dass die australische Ernährungskultur nun mal eine Kultur von Karnivoren ist.
Das fängt schon beim geliebten "Barbie" (Barbecue) an, aus dem Alltag der Australier nicht wegzudenken, und geht beim morgendlichen "bacon" und dem abendlichen Steak weiter.
Das hat nun nicht zu heißen, dass man als Vegetarier oder "Nicht-täglich-Fleischesser" nichts außer "Trockenbrot und Wasser" zwischen die Zähne bekommt. Womit wir schon beim nächsten Thema wären> BROT.
Welches – mal ganz unter uns gesprochen, die wir von zig verschiedenen Brotsorten (dunkel, hell, mit Korn, ohne Korn, Vollkorn, Sauerteig, …) verwöhnt sind – einer Katastrophe gleicht. Denn außer dem, was wir als Sandwich- bzw. Toastbrot bezeichnen würden, und was sich bereits durch leichtes Zusammendrücken ganz schnell zu einer unförmigen Brotmasse mutieren lässt, ist weit und breit nichts in Sicht, was unserem Verständnis von Brot auch nur annähernd gliche.
Da scheint der britische Einfluss vorzuherrschen. Scones und "Devonshire Tea" gibt´s relativ häufig. Wobei im Zentrum, dort und auch nur dort, dazu eine spezielle Marmelade serviert wird - Quandong-Marmelade - eine Frucht, geschmacklich irgendwo zwischen Pflaume und Rhabarber, mit einem leichten Hauch von Nektarine - lecker.
Und was das Trinken anbelangt> Da gilt das Gleiche wie beim Fleisch! Ohne? Quasi undenkbar. Mindestens biertauglich sollte man also sein, wenn man eine Reise auf den australischen Kontinent in Betracht zieht.

Was ist zum Feiern und Ausgehen anzumerken?
Feiern - das können sie, die Aussies. Da kann es denn auch schon mal passieren, dass man 1.000 Km von einer Outback-Cattlestation zum nächsten Großevent fährt, um dort eine Nacht durchzufeiern, sich am nächsten Morgen ein paar Stunden Schlafdefizitnachholungs- und Ausnüchterungskur gönnt, um dann die 1.000 km Rückfahrt anzutreten.
Wenn diesbezüglich nichts ansteht, dann trifft sich die lokale Szene eben im Pub oder im nächstgelegenen Road-House oder um das heimische Sofa herum, um der Feierabend-Bier-Kultur zu frönen. Und was die Backpacker-Kultur anbetrifft, so besteht schon gleich dreimal kein Zweifel, dass Feiern gekonnt und an manchen Orten regelrecht zelebriert wird. An der Ostküste wohl stärker als an der Westküste. Doch wie heißt es so schön: "Wer suchet, der findet!" Und wer in Australien die Augen nach einer Party offen hält und keine sichtet, der sollte lieber schleunigst zum Augenarzt gehen. Oder sich in ein Hostel in einer "Fruitpicking-Gegend" einmieten. Dort ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, auf Leute zu treffen, die aufgrund Visumsverlängerung drei Monate in ländlicher Gegend verbringen und die Langeweile damit abtöten, das untertags verdiente Geld des Abends und am Wochenende in Bier-Pints anzulegen.
Richtig "auf den Putz hauen", lässt sich überall, wobei die Auswahl verständlicherweise je mit Größe der Städte zunimmt.

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Wer etwas zu den Aussies etwas zu sagen hat, kommentiere das bitte hier oder schreibe etwas ins Forum, wo ein Link zu einem bezaubernden Filmchen liegt.