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Idee aus Australien findet den Weg nach Deutschland
Wie die WAZ berichtete, findet der in Australien entwickelte "Erzieungsführerschein" nun auch Anklang in Deutschland. Im Ruhrgebiet besitzen ihn schon zehn Elternpaare. Das Papier bescheinigt pädagogische Kenntnisse für eine positive Erziehung von Kindern von der Geburt bis zu zwölf Jahren.
Es fußt auf einem in Australien entwickelten Programm für den Umgang mit quengelnden, stressigen, aufsässigen oder aggressiven Kindern und wird von "fachpool" angeboten, einem kürzlich in Herne gegründeten Institut für Fortbildung und Beratung. Gesellschafter sind das Evangelische Kinderheim - Jugendhilfe Herne und Wanne-Eickel, die Diakonie Mark-Ruhr, "Möwe Jonathan" und Evangelische Jugendhilfe Iserlohn.
In acht Doppelstunden, verteilt über vier Wochen, können Eltern - auch "werdende" - mit Hilfe dreier Trainer richtiges Erziehungsverhalten lernen. "Triple P", Abkürzung für „Positive Parenting Program“ und entwickelt von der Universität Queensland in Australien, vermittelt Strategien für so konfliktträchtige Angelegenheiten wie Kinderzimmer aufräumen, Streit zwischen Geschwistern, Ärger beim Zu-Bett-gehen, Mund-fusselig-reden oder "Kind macht, was es will".
In Gruppen zu fünf bis 14 Personen - Elternpaare, Alleinerziehende - angeleitet, haben die Teilnehmer auch nach Kursende vier Wochen lang die Möglichkeit, individuelle Telefonkontakte zu den Erziehungsberaterinnen und -beratern zu halten.
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