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Baby-Bonus ab dem 1. Juli
Schwangere Australierinnen zögern Kaiserschnitt hinaus
Canberra - Wie die Zeitung „The Daily Telegraph“ berichtet, bahnt sich zu Julibeginn ein Chaos in australischen Entbindungsstationen an. Grund: Wenn ein Kind nach dem 1. Juli geboren wird, erhalten die Mütter 3.000 AUS$ (~ 1.800 EUR). Bis dahin sind es nur 700 AUS$ (~ 400 EUR). In der Hoffnung die erhöhte staatliche Bonus-Zahlung zu erhalten, versuchen nun, zahlreiche schwangere Frauen ihren geplanten Kaiserschnitt hinauszuzögern.
Einige Krankenhäuser seien in den ersten zwei Tagen des Julis vollkommen ausgebucht, so das Blatt. Ärzte zeigten sich besorgt angesichts des möglichen Risikos für die Ungeborenen. Ärzte haben bereits Gesundheitsminister Tony Abbott aufgefordert, den Start für den Baby-Bonus vorzuziehen. Der Minister erklärte jedoch, die Zeit sei zu knapp, um noch Änderungen an dem Gesetz vorzunehmen.
Die Regierung hatte die Bonus-Zahlung am 11. Mai im Rahmen der Haushaltsplanungen angekündigt. Kommentatoren erklärten, Ministerpräsident John Howard wolle damit seine Chancen bei der Wahl verbessern, die noch vor Weihnachten stattfinden muss. Howard erklärte, er könne sich kaum vorstellen, dass die Zahlung den Zeitpunkt für einen geplanten Kaiserschnitt beeinflusse.
Etwa zehn Prozent der schwangeren Frauen entscheiden sich in Australien für einen geplanten Kaiserschnitt. Dieser wird üblicherweise in der Woche vor dem errechneten Geburtstermin ausgeführt. Der Direktor einer Geburtsklinik in Sydney, Andrew Child, erklärte, manche Frauen versuchten derzeit, den Kaiserschnitt bis zu zehn Tage nach dem errechneten Termin zu buchen.
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