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Wappentier als "Jumping Steak"

Australien bald ohne Kängurus?

Wie das Umweltjournal berichtet, ist in den letzten Jahren ein dramatischer Rückgang der Känguru-Population verzeichnet worden. Die jüngsten Dürren im Land und das kommerzielle Abschlachten von Australiens Wappentier haben die Anzahl der possierlichen Hüpfer zusammenbrechen lassen. Berichten in der australischen Presse ist zu entnehmen, dass es nicht mehr genug Nachschub für die kommerzielle Känguru-Abschlachtindustrie gibt.

Durch die von offizieller Seite empfohlene Tötung der Kängurus (Code of Practice) werden auch die "Joeys", die Kängurubabys, als "nutzloses Beiwerk" mit Eisenstangen erschlagen oder enthauptet. Durch das Töten der erwachsen Tiere und deren Nachwuchs, ist es lediglich eine Frage der Zeit, wann die Kängurus aussterben werden. Der Exodus hat bereits begonnen.

VIVA, die englische Tierschutzorganisation, hat in der Vergangenheit wiederholt gewarnt, dass die Katastrophe unvermeidlich kommen wird. Das Bestreben der australischen Tourismusindustrie, Besuchern aus aller Welt Kängurus in deren natürlichem Lebensraum zu zeigen, scheint bereits in den Anfängen zu scheitern, da nicht mehr ausreichend Känguruherden diese massiven Eingriffe in die Wildtierpopulation überleben werden.

Touristen bringen dem Land derzeit etwa jährlich 70 Milliarden Dollar Devisen, mit steigender Tendenz. Die Känguruindustrie macht dagegen "nur" einen geschätzten Umsatz von 200 Millionen Dollar im Jahr. Sollte die Känguruindustrie mit ihrem massenhaften Abschlachten der Tiere nicht gestoppt werden, ist auch ein Rückgang der Touristen zu befürchten. Australien ohne Kängurus?

Justin Kerswell, Viva Kampagner sagt: „Es ist schon übel, wenn das australische Wappentier massenhaft abgeschlachtet wird. Touristen werden bald keine Kängurus mehr sehen. Australien wird dann sein Wappentier möglicherweise ersetzen müssen.“

Australienbesucher sollten sich über die barbarische Zerstörung des einmaligen Wildtierbestandes der Kängurus mit dem australischen Touristenbüro in Verbindung setzen und dagegen protestieren, so Kerswell.

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