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Beuteltiere und Giftspinnen
Australiens Tierwelt
Archaisch und dennoch vom Menschen geprägt
Ob Känguru oder Koala, Australiens Fauna zählt zu den Hauptattraktionen des Kontinents. Der niedliche Koala eignet sich natürlich als Maskottchen und Aushängeschild; übersetzt aus der Sprache der Ureinwohner Australiens bedeutet der Name übrigens "trinkt nicht", da diese Tiere mit extrem wenig Wasser auskommen.
Die größte Känguru-Art ist das Rote Riesenkänguru. Solche Riesen können bis zu 12 m weit springen und erreichen eine Geschwindigkeit von 70 km/h. Die Hinterfüße haben vier Zehen; einer davon trägt eine scharfe Kralle, mit der sich das Känguru verteidigt. In die Enge getrieben, kann ein ansonsten scheues großes Känguru durchaus gefährlich werden: Es trommelt mit seinen Vorderpfoten auf den Angreifer ein und teilt mit den kräftigen Hinterbeinen Tritte aus.
Andererseits gibt es auch kleine Arten, die auf Felsen leben und daher gute Kletterer sind.
Der tasmanische Teufel oder Beutelteufel verdankt seinen Namen seinen wilden Schreien, die den ersten Besuchern aus nördlicheren Gefilden einen gehörigen Schrecken einjagten. Auch das schwarze Fell mag zu dieser Wortschöpfung beigetragen haben.
In Wahrheit ist das Raubtier aber sehr klein (Gewicht: maximal 12 Kg), nahezu niedlich und für den Menschen gewiß keine Gefahr – eher umgekehrt ... Leider vergreift er sich in der Nähe bewohnter Gebiete manchmal auch an Haustieren und wird deshalb stark verfolgt. Inzwischen kommt er nur noch auf Tasmanien vor.
In Australien leben sogar Eier legende Säugetiere: das Schnabeltier und der Ameisenigel. Neben diesen für den Menschen harmlosen Tieren beherbergt Australien jedoch auch eine Reihe höchst giftiger Spinnen- und Schlangenarten. Die gefährliche „Redback-Spinne“ (Schwarze Witwe) hat es sogar bis nach Japan geschafft: Einzelne Tiere tauchten dort in einem Hafengebiet auf, in dem Öltanker aus Sydney anlegten.
Meeresforscher erfreuen sich wiederum an der Fauna des großen Korallenriffs vor Australiens Küste, das freilich durch menschliche Umweltverschmutzung stark gefährdet ist. Als Tourist nehme man sich vor den "Salties" in acht, den riesigen Leistenkrokodilen, die in Flüssen und Sümpfen auf Beute lauern. Sie leben beispielsweise in den Sümpfen des Kakadu Nationalpark (Northern Territory).
Die weißen Haie wollen wir gar nicht erst erwähnen ...
Aber wer schön am Ufer bleibt, hat von dieser Seite nichts zu befürchten. Und wie jedes Kind weiß (hoffentlich!), sind Haie als "Gesundheitspolizei" der Meere sogar ausgesprochen nützliche Tiere.






