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Terrorangst geht um in Australien
Nach Jakarta-Attentat verstärkt Australien die SicherheitSydney (AFP) - Nach dem Bombenanschlag auf die australische Botschaft in Jakarta hat Regierungschef John Howard verstärkte Sicherheitsmaßnahmen für Australiens diplomatische Vertretungen angekündigt. Dies gelte insbesondere für Indonesien, sagte Howard im Anschluss an ein Sicherheitstreffen. Polizeichef Mick Keelty sagte unter Berufung auf Geheimdienstinformationen, eine zweite Gruppe von Selbstmordattentätern plane möglicherweise weitere Anschläge in der indonesischen Hauptstadt.
Das australische Konsulat auf der indonesischen Insel Bali wird nach Howards Worten an einen sichereren Standort verlegt. Außerdem werden für die gemeinsamen Ermittlungen mit der indonesischen Polizei zur Aufklärung des Attentats in Jakarta zusätzliche fünf Millionen australische Dollar (2,8 Millionen Dollar) zur Verfügung gestellt.
Der konservative Regierungschef äußerte die Befürchtung, dass von den mangelhaft gesicherten indonesischen Flughäfen aus Anschläge wie die vom 11. September 2001 in den USA verübt werden könnten. Mit den indonesischen Behörden müsse deshalb über Sicherheitsüberprüfungen und bessere Gepäckkontrollen gesprochen werden.
Polizeichef Keelty sagte, die Hinweise auf weitere drohende Anschläge in Jakarta seien ernst zu nehmen. Offenbar sei eine zweite Gruppe von Selbstmordattentätern in der Gegend aktiv, die von dem Malaysier Azahari Husin rekrutiert worden seien. Husin gilt als Drahtzieher des Anschlags am Donnerstag in Jakarta, bei dem mindestens neun Menschen getötet und 182 verletzt worden waren.
Nach neuen Erkenntnissen der australischen Polizei verübten mindestens zwei, möglicherweise drei Selbstmordattentäter den Anschlag auf die Botschaft in Jakarta. Polizeichef Keelty sagte, in dem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug hätten zwei, vielleicht auch drei Personen gesessen.
Zu dem Anschlag hatte sich die Islamistengruppe Jemaah Islamiyah bekannt, die auch für die Anschläge auf Bali im Oktober 2002 und auf das Marriott-Hotel in Jakarta vor einem Jahr verantwortlich gemacht wird. Auf einer islamistischen Website forderte die Gruppe von der Regierung in Canberra den Abzug der australischen Truppen aus dem Irak. Anderenfalls würden weitere Anschläge folgen.






