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Australien stockt der Atem


Weitere Terroranschläge befürchtet

Sydney (dpa) - Australien befürchtet, nach dem blutigen Autobombenanschlag auf die australische Botschaft in Jakarta, neue Terrorakte. Dies berichtet die MOZ (Märksiche Oderzeitung) in ihrer Online-Ausgabe. Mindestens zehn potenzielle, erst unlängst rekrutierte Selbstmordattentäter seien in Indonesien auf freiem Fuß, sagte ein hochrangiger Polizeibeamter der Zeitung "Jakarta Post". Zuvor hatte der australische Polizeichef Mick Keelty vor einer zweiten Terrorgruppe gewarnt, die neben der radikalislamischen Organisation Jemaah Islamiyah aktiv sei. Bei dem Anschlag auf die australische Vertretung waren am Donnerstag neun Menschen getötet und rund 180 verletzt worden.

Geheimdiensthinweisen zufolge habe der flüchtige Bombenexperte Azahari Husin Mitglieder für eine neue Terrorzelle rekrutiert, die parallel zur Jemaah Islamiyah (JI) operiere, sagte Keelty. Der indonesische Polizeichef Da‘i Bachtiar rechnet derweil damit, dass die Gruppe hinter dem Attentat auf die Botschaft erneut zuschlägt. "Es ist nur die Frage, wie und wann."

Australien und Indonesien hatten sofort nach dem Anschlag auf die Botschaft die Vermutung geäußert, dass die JI dahinter steckt. Die Gruppe wird auch für das Attentat auf ein Luxushotel in Jakarta verantwortlich gemacht, bei dem im August vorigen Jahres 13 Menschen starben, sowie für das Blutbad von Bali 2002 mit 202 Toten.